Etwas, das schon so lange erfolgreich besteht, hat es verdient, seine Entwicklung in einer Chronik festzuhalten.
Deshalb können Sie sich an dieser Stelle einen Eindruck von unserem Werden und Sein machen.
1991
November 1991: Als erste Hebamme in Altdöbern geht Dietlind Gennermann in die Freiberuflichkeit. Sie bietet Geburtsvorbereitungskurse, Hilfeleistung bei Schwangerschaftsbeschwerden und die häusliche Wochenbettbetreuung an. Die ersten Geburtsvorbereitungskurse finden im Gymnastikraum der Physiotherapie im Keller des jetzigen Ärztehauses statt.
1992
Als 1992 die Schließung der Frauenklinik von Altdöbern beschlossen wurde keimte der Gedanke, eine Hebammenpraxis zu eröffnen, wo auch Geburten betreut werden können. Mehrere Hebammen begeisterten sich für diese Idee, letztendlich setzten ihn zwei Kolleginnen in die Tat um: Dietlind Gennermann und Antje Zobel. Sie mieteten das Gebäude der ehemaligen Waschküche hinter der Frauenklinik und begannen zusammen mit ihren Ehemännern den Umbau. Einige Geräte, Instrumente und Materialien konnten von der Klinik kostengünstig übernommen werden.
1993
Die Praxis wurde offiziell mit einer Einweihungsfeier am 06. 3.1993 eröffnet, davor gab es schon 2 Geburten in der „Baustelle“ Praxis am 19.01.1993 und am 08.02.1993 (hier wurde Kristin Bertram, 2. Kind von Hebamme Heidrun geboren). In der Nacht nach der Eröffnung kamen dann gleich noch 2 Kinder auf die Welt. Die beiden Hebammen arbeiteten rund um die Uhr im Bereitschaftsdienst und boten nun in den eigenen neuen Räumen Geburtsvorbereitungskurse, Beratungen, Hilfeleistungen, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung und CTG-Überwachung an. Ab Oktober 1993 wurde das Angebot erweitert, es begannen Kurse für Rückbildungsgymnastik, die sofort sehr gut besucht wurden.
1995
Mitte 1995 schlossen die Hebammen mit dem Krankenhaus Spremberg einen Belegvertrag. Nun konnten auch Frauen, die nicht in der Praxis entbinden wollen oder dürfen (aus medizinischen Gründen), „ihre“ Hebamme zur Geburt dabeihaben. Die Hebammen und betreuten Frauen sind sehr glücklich über diese Möglichkeit, können doch so auch abgebrochene Praxisgeburten durch dieselbe vertraute Hebamme zu Ende betreut werden.
1996
Ab 01.01.1996 kam Heidrun Bertram als dritte Hebamme dazu, Antje Zobel verabschiedete sich vorerst in den Mutterschaftsurlaub. Am 15.02.1996 wurde Jan Zobel als drittes Kind von Antje zu Hause geboren.
1997
Am 4. Advent 1997 zog das Geburtshaus um. Die Räume in der Jauerschen Straße waren zu klein geworden und der Vermieter änderte nichts am baulichen Zustand des Gebäudes, so suchten die Hebammen ein neues Domizil. Sie fanden es in der Geschwister-Scholl-Straße 42, einem Teil der ehemaligen Kinderkrippe, zuletzt Kleiderkammer und Polizeistation. Wieder begann ein Umbau mit den Ehemännern, Freunden und ortsansässigen Firmen.
1998
Gleichzeitig mit dem Umzug wurde der Name der Einrichtung geändert in: Hebammenpraxis und Geburtshaus „Lichtblicke“. Die große Einweihungsfeier ist am 06.03.1998. Das 3. Hebammenkind seit Bestehen der Praxis wurde am 05.01.1998 zu Hause geboren. Es ist Hanna Gennermann, sie ist das dritte Kind von Dietlind, welche nun Mutterschaftsurlaub hatte.
2000
Ab dem Jahr 2000 arbeiteten die Hebammen erstmals richtig zu dritt mit geregelter Freizeit, was zu zweit bis auf den Urlaub nicht möglich war.
2001
Antje Zobel ist seit 2001 Erste Vorsitzende des Hebammenverbandes des Landes Brandenburg. Neue Informationen den Verband und die Hebammenarbeit betreffend erhalten die Hebammen nun aus erster Hand. Für Antje bedeutet das Amt, viele Tagungen und Treffen zu besuchen und vorzubereiten, eine zusätzliche Telefonsprechstunde und viel Büroarbeit. Ebenfalls im Jahr 2001 schlossen die Hebammen einen Belegvertrag mit dem Krankenhaus in Finsterwalde ab. Da in Spremberg keine stationären Geburten mehr möglich sind, kann so eine Angebotslücke wieder geschlossen werden. Leider schloss auch diese Abteilung ihre Türen Ende 2007 für immer, so dass zur Zeit nur ambulante Geburten durch die Hebammen des Altdöberner Geburtshauses betreut werden können.
2003
Aufgrund stetiger Nachfrage nach Akupunktur begann Heidrun Bertram im Jahr 2000 mit der Ausbildung, Dietlind Gennermann schloss sich ein Jahr später an. 2003 legte Heidrun die Prüfung ab.
2005
Trotz erheblicher Proteste der Bevölkerung und des Personals sowie der Klinikleitung wurde die geburtshilfliche Abteilung des Krankenhauses Spremberg zum 31.08.2005 geschlossen. Der Krankenhausplan des Landes Brandenburg wurde strikt umgesetzt. Zum Glück blieb die gynäkologische Abteilung erhalten. Die drei Hebammen Martina Leschin, Anette Fiebiger und Annette Preussler gründeten zum 01.09.2005 das „Geburtshaus am Krankenhaus Spremberg“. Mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst im Hintergrund werden dort auch weiterhin Geburten betreut, bei Komplikationen erfolgt eine schnelle Zuziehung des Gynäkologen. Auch die Altdöberner Hebammen nutzen das Geburtshaus in Spremberg weiterhin für „ihre“ Frauen, wenn diese das wünschen. Die Zusammenarbeit mit den Hebammen im Spremberger Geburtshaus und dem Krankenhaus Spremberg gestaltet sich bis heute sehr fruchtbar, was sich auch in den Geburtenzahlen widerspiegelt.
2006
2006/2007 besuchte Heidrun eine Weiterbildung zur Familienhebamme. Familien in besonderen Situationen, die Hebammenhilfe beanspruchen, können nun intensiver fachgerecht betreut werden.
2007
Im November 2007 renovieren die „Hebammenmänner“ den Geburtsraum, er wird komplett umgestaltet und neu möbliert. So entsteht eine noch gemütlichere Wohlfühlatmosphäre.
2008
In diesem Jahr feiert das Geburtshaus sein 15-jähriges Bestehen bei einem besonderen "Tag der offenen Tür" mit vielen Gästen, Kolleginnen, dem Amtsdirektor, dem Bürgermeister und natürlich mit Kindern und Eltern.
2009
Endlich können wir Dank der Bewilligung von Fördermitteln vom Land Brandenburg die Sanierung unserer Fassade durch die Firma Gaumer durchführen lassen. Das neue Aussehen des Geburtshauses trägt wesentlich zur Verschönerung des Ortsbildes bei. Durch die angebrachte Dämmung wird Heizenergie gespart. Vielen Dank an das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung für die Hilfe bei der Beantragung der Fördermittel! Ebenfalls komplett neu gebaut und gestaltet wird der Eingangsbereich des Geburtshauses.
2010
Dieses Jahr steht im Zeichen von vielen Protestaktionen der Hebammen gegen die massive Erhöhung der Haftpflichtprämien für Hebammen. Im Mai fuhren wir zum Hebammenkongreß nach Düsseldorf und kehrten neu motiviert, berufspolitisch gestärkt, beladen mit Produktproben und mit einigen neuen Ideen in die Niederlausitz zurück. Fotos dazu gibt es unter "Höhepunkte". Ein weiterer Höhepunkt ist die Teilnahme der Hebammen und Familien am großen Festumzug zur 725-Jahrfeier von Altdöbern. Auch davon sind Fotos unter "Höhepunkte" zu finden. Zum "Tag der Gesundheit" in Calau war das Geburtshaus mit einem Infostand vor Ort.
2010
In diesem Jahr wird auch das Wandbild an der Fassade durch Robert Weinert angebracht und wird so zum Blickfang und Erkennungszeichen des Geburtshauses für Ortsfremde.